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Louisiana Red & The Dynamite Daze (USA/ D)
Freitag, 09.09.2011, 20:00 Uhr, Rathausplatz

Amerikanische Blues-Legende kommt nach Dissen

Louisiana Red wurde 1932 in Bessemer/ Alabama geboren. Seine Mutter starb eine Woche nach seiner Geburt an einer Lungenentzündung. Als er fünf Jahre alt war, wurde sein Vater vom Ku Klux-Clan ermordet. Drei Jahre lebte er in Waisenhäusern, dann bei seiner Großmutter in Pennsylvania. Als er Muddy Waters kennenlernte, wollte er nur noch Bluesmusiker werden.

Bluesaufnahmen existieren von Louisiana Red seit 1949 auf den verschiedensten Labels. Ende der 1950er Jahre wurde er Mitglied in der Band von John Lee Hooker, machte sich wenige Jahre später wieder selbstständig. In Europa wurde Louisiana Red durch einen Auftritt beim Jazzfestival in Montreux 1975 und eine Aufzeichnung des WDR Rockpalastes 1976 einem größeren Publikum bekannt. Er hat bei Eric Burdon, Rory Gallagher oder Albert King als Gast gespielt und hat an mehr als 50 CD Produktionen mitgewirkt.

Der Künstlername Louisiana Red geht auf Iverson Minters Vorliebe für eine rote Chilisauce dieses Namens zurück. Außerdem hat Red neben afrikanischem auch indianisches Blut in seinen Adern.

1983 erhielt er den Handy Award der Blues Foundation als bester traditioneller Bluesmusiker. Im März 2001 übergab die Stadt Woodstock, New York, Louisiana Red den begehrten Stadtschlüssel, was der Ehrenbürgerwürde entspricht. Im letzten Jahr wurde er mit dem Blues Music Award "Acoustic Artist of the year" ausgezeichnet.

2005 erschien der Dokumentarfilm „Red and Blues“ über ihn. In Dissen wird er mit der Band "The Dynamite Daze" auftreten, die ihn bei Auftritten im europäischen Raum häufig begleitet. The Dynamite Daze ist international besetzt. So tourte der aus Schottland stammende Dynamite Daze Schlagzeuger Colin Jamieson schon in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts mit dem Woodstockveteran Country Joe Mc Donald und spielte zusammen mit Bill Ramsey und Ted Herold. Louisiana Red bezeichnet ihn als den besten Schlagzeuger der Welt.

Gitarrist Martin Czemmel war in den späten 80ern mit Blues Superstar Luther Allison unterwegs und studierte am GIT in Los Angeles bei Mike Stern. Am Bass der Dynamite Daze steht der Mailänder Andrea Tognoli, dessen musikalischer Ursprung in der italienischen Popularmusik der 80er Jahre zu sehen ist. Er war jahrelang mit Toto Cutugno und Drupi weltweit auf Tour und spielte zahlreiche Platten mit den Stars ein.

Last but not least Dirty Didi der Sänger und Mundharmonikavirtuose, der wie Martin Czemmel im Blues zu Hause ist und an der Seite von Louisiana Red, Angela Brown oder Aron Burton die Harp spielte. Im August erscheint die neue CD "Scarecrows On Rampage" von The Dynamite Daze.



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